Das Einbringen in eine demokratische Gesellschaft wird niemandem in die Wiege gelegt – es wird gelernt.

Was ist Bürgerbeteiligung für Dich? Eine Frage, viele Antworten. Aber auf einen Nenner konnten sich die TeilnehmerInnen der Veranstaltung am 02.12.19 in Renningen zum Thema Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene schnell einigen – es müssen alle BürgerInnen angesprochen sein. Und das ist eine Herausforderung – für BürgerInnen und für Kommunen. Andrea Schätzle, die uns an diesem Abend einen Einblick in die Ergebnisse ihrer Masterarbeit gab, sieht das Miteinander der Menschen in Beteiligungsprozessen als eine Schlüsselkomponente für gelingende Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen. Wie sich Menschen verhalten hängt von den Strukturen ab, in denen sie handeln. Ebenso wichtig: das Handeln der Menschen schafft und verändert diese Strukturen auch. Dieser Rückkopplungsmechanismus ist eine Chance für alle, demokratisch mitzugestalten. Um diese Chance zu ergreifen, bedarf es jedoch Wissen und Können.

Ausschnitt aus der Präsentation

So erläuterte uns Andrea Schätzle, dass es wichtig ist Strukturen transparent zu machen, Mut zu besitzen sich zu beteiligen, mit Kritik umgehen zu können und zu reflektieren, wo und gegenüber wem private Grenzen in der Öffentlichkeit gezogen werden. Besonders wichtig sind Menschen, die um diese Herausforderungen wissen und denen zugewandt entgegentreten, die in ihrem Leben noch wenig Erfahrung mit Bürgerbeteiligung gemacht haben. Denn das Einbringen in eine demokratische Gesellschaft wird niemandem in die Wiege gelegt – es wird gelernt.

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